
Hier bin ich.
Es gibt diese Momente im Leben, die einen zutiefst daran erinnern, wer man in Wirklichkeit ist. Und manchmal trifft man Menschen, die einen so sehr daran erinnern, das Leben nicht so schwer zu nehmen und einfach zu leben. Dafür bin ich an dieser Stelle einmal zutiefst dankbar!
Ich habe die letzten 1,5 Jahre damit verbracht mich mit meinen Glaubensätzen, Konditionierungen und Mustern auseinanderzusetzen und dabei eine wirklich wichtige Sache immer wieder vergessen: Genuss. Lebensfreude. ICH SEIN!
Die Wahrheit und die absolute Schönheit liegt doch eigentlich da drin, dass wir freie und unabhängige Wesen sind, die sich hier auf der Erde erfahren. Warum fällt es uns dann manchmal so schwer, sich diesen Genuss zu erlauben und einfach zu SEIN?
Meine Erfahrung zeigt mir, dass diese Glaubensätze und Muster viel älter sind, als ich selbst und weit zurückreichen in die Reihen meiner Ahnen. Wenn ich mir anschaue, wie meine Vorfahren gelebt haben, wundert es mich plötzlich gar nicht mehr, wieso ich manchmal das Gefühl habe gegen innere Wände zu rennen.
Und dann stehe ich plötzlich wieder da, meine Muster werden kurz getriggert und mein ganzes System hängt im Automatismus fest, bis mir klar wird, dass ich eines tun kann: „STOP!“ sagen.
Ich bin nicht meine Muster, meine Glaubenssätze und Konditionierungen. Ich bin frei. Lebendig. Unabhängig. Energie, die sich ausdrücken möchte und zwar so, wie sie gedacht ist, nicht so, wie andere sie brauchen.
So, wie ICH es möchte und brauche. Ohne Verpflichtungen. Ohne Erwartungen und Bedingungen. Mit Menschen, die mir gut tun. Menschen, in deren Nähe mein innerer Frieden bewahrt bleibt. Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Wo bedingungslose Liebe und Annahme kein Kampf ist. Menschen, die mit mir wachsen, die bleiben, auch wenn es mal ungemütlich wird und mit denen ich das Leben genießen kann. Egal, wie das aussieht. Hauptsache ist doch, wie es sich anfühlt, oder? Menschen die mir schreiben :“ Ich weiß, dass deine Energie so agil ist. Ich sehe dich, dein loslaufen, Richtungsänderung, zurückkommen, neu loslaufen. Ich bin nicht so, aber das macht für mich nichts, das schwächt unsere Verbindung nicht.“
Manchmal reicht eine Begegnung aus, um zu realisieren, dass das Leben ein Geschenk ist und ich es mir erlauben darf es in vollen Zügen zu genießen. Also gebe ich mir hier und jetzt die Erlaubnis. Und ja liebes Ego, ich höre dich. Aber ich muss dir nicht mehr alles glauben, was du mir erzählst. Ich weiß, dass du mich jahrelang schützen musstest und dafür bin ich dir unendlich dankbar. Aber jetzt übernehme ich. Ich, die Energie, die schon lange in mir darauf wartet zum Ausdruck gebracht zu werden. Und ganz ehrlich? Ich weiß nicht, wie genau sich das entwickeln wird. Aber das spielt hier und jetzt keine Rolle. Ich fühle es. Dieses Pulsieren in mir, die Lebensfreude in meinen Adern, die Power, die Liebe. Und was auch immer daraus entstehen will, ich lass es wachsen. Wie eine kleine, zarte Pflanze. Voller Zuwendung, bedingungsloser Liebe, Aufmerksamkeit und Geduld.
Eure Jessi
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